Gewürzlexikon

 

Nürnberg wurde zum Zentrum der deutschen Lebkuchenproduktion, weil die Stadt an einer alten Handelsstraße liegt. Über diese wurden die orientalischen Gewürze, die zum Backen von Lebkuchen notwendig sind, bezogen. Hier finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Gewürze, die in unserem  leckeren Backwerk enthalten sind:

 

Anis
... ist eine lichtliebende Pflanze und wird geerntet, wenn die Stängel gelb werden. Die Anispflanze hat ihre ursprüngliche Heimat in Syrien, Ägypten, der Türkei, Bulgarien. Spanien und Italien. Die positive Wirkung auf die Gallenproduktion wurde schon um 1500 v. Chr. erwähnt. Heute wird Anis vorwiegend als Geschmacksträger von Spirituosen wie Ouzo oder zum Würzen von Brot und Backwaren wie Anisplätzchen verwendet.  

Wussten Sie schon?

Anis wirkt vorwiegend krampflösend und schleimlösend und eignet sich daher gut als Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden und Infektionen der oberen Atemwege.

 


 

Ingwer
... ist eine Pflanzenart aus der Familie der Ingwergewächse. Er kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und aus Indien. Man verwendet vom Ingwer hauptsächlich die Wurzeln, die sich waagrecht im Boden verzweigen. Bereits in der Antike war die medizinische Wirkung der Knolle bekannt. Heute ist Ingwer eines der bekanntesten und gesündesten Gewürze. 

Wussten Sie schon?

Ingwer wirkt antibakteriell, fördert die Durchblutung hilft bei Übelkeit und schützt vor Erbrechen.

 


 

Kardamom
... ist ein Gewürz, das zur Familie der Ingwergewächse zählt. Kardamom kommt vorwiegend aus Vorderindien und Sri Lanka. Im Gegensatz zu anderen Ingwer-Verwandten wird beim Kardamom aber die Frucht oder genauer der darin enthaltene Samen genutzt und nicht der Wurzelstock. Heute wird Kardamom vor allem als Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche verwendet. Hierzulande wird Kardamom allerdings überwiegend für Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius genutzt.  

Wussten Sie schon?

Die enthaltenen ätherischen Öle wirken krampflösend. Kardamom wird in der Naturheilkunde zur Behandlung von Blähungen, Völlegefühl und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Außerdem hilft das Kauen von Kardamom-Samen bei Mundgeruch.

 


 

Koriander
Der Name leitet sich vom griechischen Wort Koris = Wanze ab, daher trägt er auch den Namen Wanzenkraut. Er gehört zu der Familie der Doldengewächse und zählt zu den ältesten bekannten Gewürzen. Seinen Ursprung findet der Koriander im vorderen Orient und im östlichen Mittelmeergebiet. Heute wird Koriander auf der ganzen Welt kultiviert, besonders jedoch in Marokko, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Russland. Die Samen, wie auch das Kraut, werden heute als Gewürz genutzt.  

Wussten Sie schon?

Koriander wird auch als würziger Seelenbalsam bezeichnet. Er wirkt belebend und beruhigt die Nerven. In Asien wird Koriander gegen Kopfschmerzen eingesetzt. Äußerlich angewendet eignet er sich gut zur Behandlung von Rheuma und Gelenkbeschwerden.



 

Muskat
Das Gewürz Muskat wird aus der Muskatnuss gewonnen. Der Muskatnussbaum ist eine Pflanzenart aus der Familie der Muskatnussgewächse. Der Ursprung des Muskatnussbaums sind die Molukken. Wichtige Anbaugebiete sind heute Indonesien und die Karibikinsel Grenada. Er wird auch in vielen anderen tropischen Ländern angebaut. In der Regel wird heute frisch geriebene Muskatnuss zum Würzen von Speisen, vor allem Kartoffelgerichten, Suppen, Gemüseeintöpfe und Feingebäck verwendet.

Wussten Sie schon?

In der Volksmedizin wird die Muskatnuss bei Magen- und Darmproblemen, sowie bei Rheuma angewandt.



 

Gewürznelken
Gewürznelken, auch als Nelken oder Nägeli bekannt, sind die Früchte des Gewürznelken-Baumes der seine Heimat ursprünglich auf den Molukken findet. Der Name leitet sich von der an Nägel erinnernden Knospenform ab. Heute werden Gewürznelken fast überall angebaut. Da sie einen sehr intensiven Geschmack haben, sollten Nelken immer vorsichtig dosiert werden. In der Küche werden sie zum Würzen von Saucen, Fischgerichten und Fleisch verwendet. Speziell in der Winterzeit finden Sie im Ganzen bei der Zubereitung von Punsch und als Gewürz in Lebkuchen Verwendung. 

Wussten Sie schon?

Nelken wirken antibakteriell und schmerzstillend. Besonders bei Zahnschmerzen gelten sie als hilfreich. Da der Stängel der Nelke einen sehr bitteren Geschmack hat, sollte nur der Nelkenkopf verzehrt werden.

 


 

Piment
... ist eine Pflanzenart aus der Familie der Myrtengewächse. Piment ist auch als Viergewürz oder Nelkenpfeffer bekannt. Er schmeckt ein wenig nach Muskat, Zimt, Nelken und Pfeffer, jedoch merklich schärfer als Gewürznelken. Verwendet werden die Früchte. Hauptanbaugebiete sind Jamaika, sowie Mexiko und Ostindien. Bei uns wird Piment vorwiegend für die Herstellung von Wurst und in der Weihnachtsbäckerei genutzt.  

Wussten Sie schon?

Piment regt den Appetit an und gilt als verdauungsfördernd. Daher wird er auch gerne zum Würzen von schwerverdaulichen Gerichten verwendet.

 


 

Zimt
Der Zimtbaum wächst auf Ceylon (Sri Lanka), in Indien und anderen Ländern rund um den indischen Ozean. Die feinsten, edelsten Sorten stammen jedoch aus Sri Lanka.  Zimt  wird in pulverisierter  Form oder in Form von Zimtstangen verwendet. Er ist wohl das wichtigste Gewürz in der Lebkuchenbäckerei.

Wussten Sie schon?

Zimt belebt den Kreislauf, fördert die Durchblutung und regt die Fettverbrennung an. Besondere Aufmerksamkeit hat er in den letzten Jahren durch seine Blutzucker-senkende Wirkung erfahren.